"Wir Modernen, wir Kurzatmigen in jedem Sinne, wir krepieren an übermäßiger Fütterung und mangelnder Verdauung."  

   -  Friedrich Nietzsche  

  

Über die folgenden Erläuterungen hinaus finden sich Empfehlungen für weiterführendes Material hier.

 

Vegan

 

Vegane Ernährung bedeutet, keinerlei Produkte tierischer Herkunft zu verwenden, also weder Fleisch oder Fisch noch Milch, Ei, Honig* etc.

Der vegane Lebensstil bedeutet, darüber hinaus jegliche Bereiche abzulehnen, in denen Tiere für Zwecke des Menschen genutzt - bzw. deutlicher: ausgenutzt - werden: Leder/Pelz/Haare/Federn, Zoo/Zirkus/ Aquarien/"Sport" (Reiten, (Schlitten-)Hunderennen etc.), Forschung.

Die Motivation hierfür hat unterschiedliche Quellen - ursprünglich insbesondere ethische Erwägungen (Stichwort: Tierrecht), Gedanken zu Politik, Umwetlschutz, aber auch Religion und aktuell überwiegend Sorge um die eigene Gesundheit.

 

Mittlerweile ist auch seitens renommierter Ernährungswissenschaftler anerkannt, dass die vielseitige vegane Ernährung die beste für alle Phasen des Lebens darstellt: Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Schwangerschaft und Stillzeit... . 

Die verbreitete Sorge vor Mangelerscheinungen, insb. bezüglich Eisen, Vitamin B12 und Eiweiß, hat sich als unbegründet herausgestellt - dies konnte in zahlreichen Studien gezeigt werden. Und "ganz nebenbei" endet mit der Umstellung auf die vegane Ernährung (immer die durchdachte Zusammenstellung vorausgesetzt) die Überversorgung mit Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fette und auch Eiweiß!), die bei der omnivoren, aber auch vegetarischen Ernährung eher die Regel als die Ausnahme darstellt - zu erkennen an der modernen Seuche Übergewicht!

 

Vitalkost

 

Vital leitet sich ab von vita, dem lateinischen Wort für Leben. 

Die Bezeichnung Vitalkost oder auch Rohkost beschreibt eine Ernährungsweise, bei der Lebensmittel möglichst unverarbeitet und somit weitestgehend naturbelassen verzehrt werden. Sie enthalten also noch Leben - in Form so genannter Vitalstoffe: Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe und - besonders wichtig - Enzyme und Coenzyme, die für den Ablauf der Lebensprozesse in unserem Körper, unseren Zellen essentiell sind. 

Werden aus den Gaben der Natur doch verführerische Gourmetrohköstlichkeiten gezaubert, dann geschieht dies so schonend wie möglich - und insbesondere bei Temperaturen von maximal 42°C!

 

Warum 42°C?

Zur Veranschaulichung eignet sich ganz hervorragend das Fieber bei einer entzündlichen Erkrankung: Bis zu einer bestimmten Temperatur wird es vom Organismus toleriert und wirkt sich sogar positiv auf den Ablauf der Immunreaktionen aus. Wird jedoch eine Obergrenze überschritten, ist dies mit dem Leben nicht mehr vereinbar, wichtige Strukturen werden zerstört und können somit ihre Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Gleiches geschieht mit den Vitalstoffen unter anderem durch das Erhitzen - bei ihnen liegt die Grenze bei ebendiesen 42°C. Oberhalb davon gehen die Vitalstoffe verloren und es entstehen gesundheitsschädliche Strukturen, die sog. Maillardkomplexe, von denen einige rauschmittelähnliche Wirkungen auf unseren Körper und Geist haben. 

 

Über diesen grundsätzlichen Gedanken hinaus gibt es bei der Vitalkost diverse Ausrichtungen - von vegan bis omnivor, 100% roh oder z.B. 70% roh / 30% gekocht, "bunt gemischt" oder Mono, bioklimatisch oder überwiegen (exotisches) Obst...

 

Essbare Wildpflanzen

 

Wilde Kost: Sie gedeiht praktisch überall. Von vielen als Unkraut vernichtet, von immer mehr Menschen als wertvolle Lebensmittel wiederentdeckt. Es geht um Giersch, Löwenzahn, Brennnessel und andere. Was die wilden Pflänzchen von unserem Kulturgemüse unterscheidet, ist ihr wesentlich höherer Gehalt an Vitalstoffen. Daraus ergibt sich ihre stärkere reinigende, heilende und aufbauende Wirkung auf unseren Organismus.

Für unseren heutigen verwöhnten Gaumen schmecken viele essbare Wildpflanzen anfangs unangenehm bitter. Sie enthalten sie noch, die Bitterstoffe, die den Gemüsesorten neben anderem wertvollen Inhalt während der Kultivierung  weitestgehend verloren gegangen sind. Die Bitterstoffe tragen jedoch vor allem zur Ausleitung von Giftstoffen aus unserem Körper wesentlich bei. Ratsam ist es, für den Anfang besonders junge Pflanzenteile auszuwählen, die meist milder schmecken. Mit der Zeit wächst die Lust an der ursprünglichen, wilden Kost und der bitterherbe Geschmack wird bald angenehm sein.

Wir fühlen, dass es nicht ratsam ist, fortan ausschließlich Wildkräuter als "Gemüse" zu verwenden. "Kräuter" sind eher als Beigabe zu eigentlichem Gemüse zu verwenden - zum Beispiel ein Tomaten-Rettichsalat mit Giersch und Bärenklau, verziert mit Blüten von Löwenzahn, Sternmiere, Vergissmeinnicht und Wiesenschaumkraut. Der übermäßige Verzehr kann - vor allem am Anfang - all zu heftige Entgiftungsreaktionen bewirken, die den Organismus überanstrengen würden.
Zudem haben die Gemüsepflanzen in ihrer Mannigfaltigkeit hohen Wert als Nahrung und eigenständige Heilmittel.

 

Effektive Mikroorganismen (EM)

 

Die Effektiven Mikroorganimen (EM), eine Entdeckung und Weiterentwicklung des japanischen Agrarwissenschaftlers Prof. Teruo Higa, sind eine Mischung aus aeroben und anaeroben Bakterien sowie Hefepilzen. Die EM produzieren einerseits wertvolle Rohstoffe wie z.B. Vitamine, Enyzme sowie Antioxidantien und unterstützen andererseits die nützlichen Mikroorganismen, die natürlicherweise auf allem in unserer Umwelt vorkommen.

 

Die allermeisten von uns haben gelernt, Bakterien (und andere Mikroorganismen) als Krankheitserreger und anderweitig schädlich wahrzunehmen. Wir alle dürfen jedoch neu lernen! Der Blick in die Natur zeigt, dass Bakterien einfach überall sind und sie sind viele - viel mehr als alle anderen Tiere zusammen. Grund genug, sich von der Furcht vor ihnen zu befreien...

Mirkoorganismen (MO) sind nicht nur "böse"*, es gibt auch "gute"* und neutrale. Knapp gesagt, machen "böse" MO krank, "gute" MO halten gesund, neutrale passen ihr Verhalten an die "guten" oder "bösen" an, je nachdem, wer von ihnen überwiegt.

Unter anderem darauf beruht die Wirkung der Effektiven Mikroorganismen - sie selbst sind "gut" und die neutralen folgen ihnen, sodass je nach Anwendungsgebiet eine gesundheitsförderliche, bodenverbessernde, reinigende etc. Mirkoorganismenzusammensetzung entsteht. Daraus wiederum folgt, dass EM überall eingesetzt werden können. 

 
 

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Siehe Veranstaltungen und auf Anfrage
 

 

 

Gaben der Natur: Walderdbeeren aus unserem Garten

    

Blick in den Garten mit Hochbeet und Strohbeeten, ein paar Obstbäumen